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Erfolgreiche Vermittlung: Die passende Mitarbeiterin fürs Team

Seit Oktober ist Alexandra Goral bei der Stadt Offenburg angestellt. Mit ihrer offenen Art und ihrem freundlichen Wesen bereichert sie das Serviceteam im Bürgerbüro. Auf dem Weg zum Traumjob stand ihr das Projekt "Arbeitsplatz inklusiv" zur Seite, das Menschen mit Schwerbehinderung unterstützt, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu bekommen.

Ihr Handicap ist der jungen Frau nicht anzusehen. Ihren Schwerbehindertenausweis hat Alexandra Goral bereits seit ihrer Kindheit aufgrund einer chronischen Krankheit. Im Alltag kommt sie gut klar. Dennoch war es ihr nach ihrer Ausbildung nicht gelungen, auf dem Arbeitsmarkt richtig Fuß zu fassen. Ihr Berater bei der Agentur für Arbeit vermittelte die Arbeitssuchende schließlich an "Arbeitsplatz inklusiv" weiter. In diesem besonderen Projekt erhielt Goral konkrete Hilfestellung.

"Mir hat die Motivation und die Unterstützung von Frau Heiss-Ignasiak sehr geholfen. Durch das Projekt hatte ich eine umfangreiche Betreuung und jede Woche einen festen Termin", schildert die junge Frau. "Ein Stück Alltag eben." Gemeinsam mit ihrer Beraterin durchforstete sie die aktuellen Anzeigen und schickte erste Bewerbungen los. So entdeckte die 28-Jährige auch ihren Traumjob: eine Teilzeitstelle im Bürgerbüro. "Ich wollte schon immer bei der Stadt arbeiten."

Arbeitsplatz inklusiv bietet individuelle Unterstützung

Persönlicher Coach, Ansprechperson und Begleitung für Teilnehmer wie Alexandra Goral ist Karin Heiss-Ignasiak, Leiterin des Projekts "Arbeitsplatz inklusiv". "Unser Job ist, jeden unserer Teilnehmer passgenau zu vermitteln." - Eine Herausforderung, denn die rund 60 Teilnehmer bringen ganz unterschiedliche Möglichkeiten und Fähigkeiten mit. Behinderung kann eine kognitive Einschränkung genauso wie ein körperliches Handicap bedeuten, umfasst aber auch Krankheiten wie Epilepsie oder Diabetes. "Eine Fähigkeits- und Kompetenzfeststellung ist zentral in unserer Arbeit. Je besser wir das Profil eines Teilnehmers analysieren, desto besser können wir ihn in ein Unternehmen vermitteln."

Damit eine feste Anstellung gelingt, bezieht das Projekt auch die Unternehmen in ihre Dienstleistung mit ein. "Arbeitsplatz inklusiv" berät die Betriebe rund um die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung, hilft Fördermittel zu beantragen und steht auch nach der Vermittlung als Anlaufstelle zur Verfügung.

Je nach individuellem Bedarf bietet "Arbeitsplatz inklusiv" den Teilnehmern Unterstützung, um Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch vorzubereiten, hilft bei der Stellensuche oder tritt als Türöffner in Aktion - wie bei der Vermittlung von Alexandra Goral. Hier stellte Beraterin Heiss-Ignasiak schließlich mit einem direkten Anruf bei Boris Klatt den ersten Kontakt zum bevorzugten Arbeitgeber her. Der Bürgerbüro-Chef zeigte sich offen für eine Bewerbung der gelernten Bürokauffrau, stellte aber auch klar, welche Anforderungen die Stadt an die Bewerber einfordert.

Einfach überzeugend

"Als öffentlicher Arbeitgeber haben wir eine soziale Aufgabe", erklärt Klatt. "Bringt ein Bewerber mit Schwerbehinderung die notwendigen Fähigkeiten mit, schauen wir uns die Unterlagen und den Menschen genauer an." Beim Bewerbungsgespräch gilt aber letztendlich für alle, egal ob mit oder ohne Behinderung, mit ihren Kompetenzen, ihrer Motivation und ihrer Einstellung zu überzeugen.

"Ich beschäftige den Menschen." Wesentlich sei, dass die Persönlichkeit ins Team passe und die Qualifikationen stimmten. 39 Mitarbeiter gehören zur Abteilung von Boris Klatt, drei von ihnen haben einen Schwerbehindertenausweis. Ob die Behinderung möglicherweise irgendwann den Arbeitsalltag beeinträchtigen könnte, sei kein Kriterium. "Ich kann selbst einen Bandscheibenvorfall bekommen oder eine Krankheit."

Für ihre Anstellung im Bürgerbüro musste sich Alexandra Goral im üblichen Bewerbungsverfahren gegen mehrere Konkurrenten ohne Behinderung durchsetzen. "Sie war im Vorstellungsgespräch topp!" lobt der der Leiter des Bürgerbüros. "Ich hätte sie auf jeden Fall genommen." Den guten ersten Eindruck kann die junge Frau im Alltag bestätigen. Die neue Mitarbeiterin fühlt sich in der Arbeitsatmosphäre des Bürgerbüros sichtlich wohl ebenso wie im täglichen Umgang mit Kunden und Kollegen. Der Schwerbehindertenausweis spielt keine Rolle, sie gehört zum Team wie alle anderen. "Nichts schlimmer, als wenn man anders behandelt wird."